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Gottheit in Larh Draakh
Derh
Domäne: Wasser, Flüsse und Heilung
verehrt in: Larh Thoran
Wesenheit: Rhongar
Geschlecht: männlich
Derh ist ein passiver Gott, er sorgte mit seinem Diebstahl der grünen Kristalle für die Wandlung einer recht unfruchtbaren Steppe zu einer tropischen Welt, die extrem auflebte.

AussehenBearbeiten

Junger Mann mit blonden Haaren und der Kleidung eines Fischers, mittelgroß und im 1. Drittel des Lebens.

GeschichteBearbeiten

Derh wuchs in einer Stadt auf, die hauptsächlich durch die Gaben Uras lebte, also Fischfang betrieb. Er war der Sohn eines Fischers, doch war ihm das Meer unheimlich und er hatte sogar Angst vor Wasser. Im jungen Alter entwickelte er dennoch eine Faszination für angespülte Gaben Uras, ins Besondere sammelte er angespülte grüne Kristalle. Diese Kristalle waren so zahlreich, dass sie für andere keinen großen Wert hatten, außer den Priestern Uras, die mit diesen Kristallen ihre Tempel schmückten. Deshalb konnte er nahezu ungehindert diese Kristalle horten. Besonders schöne Stücke fand er aber bald nicht mehr so einfach, deshalb sah er sich in den Uratempeln um und stahl dort einige große Kristalle aus einer Opferschale, Priester scheuchten ihn mit Verwarnungen davon.

Schande und VertreibungBearbeiten

Da er jedoch im arbeitsfähigem Alter war, musste er sich Arbeit suchen und somit mit seinem Vater aufs Meer hinausfahren. Seine Weigerung führte dort schon zu einem Bruch mit seiner Familie, was ihn zu einem Einzelgänger machte.

In seiner Einsamkeit artete seine Kristallfaszination zu einer Gier aus. Diese Gier zog wegen weiterer Diebstähle die Aufmerksamkeit der Pristerschaft Uras auf sich. Diese verfluchten ihn, daraufhin wurden die Kristalle von Ura so verändert, dass sie Wasser anzogen. Die Angst vor dem Wasser unterlag jedoch der Gier nach den Kristallen und er stahl noch weitere Stücke aus den Tempeln. Der Fluch wurde in einem Ritual auf seine Person erweitert, so dass das Wasser ihn nun ebenso verfolgte wie die Steine.

Egal wo er sich in der Stadt verbarg, das Wasser folgte ihm und die Anwohner merkten dies recht bald und vertieben ihn, da man eine Überschwemmung fürchtete. So wurde er dann aus der Stadt vertrieben, da das Wasser begann die Stadt zu überschwemmen. Er flüchtete landeinwärts.

Erste Gaben DerhsBearbeiten

Er flüchtete zu einem Feld, auf dem Korn angebaut wurde. Dort warf er einige der kleineren Kristalle davon, da er hoffte so etwas dem Wasser zu entkommen, doch ohne Erfolg. Seine Lage verschlimmerte sich sogar, da das Feld nun noch schneller mit Wasser voll lief als zuvor.

Er flüchtete weiter.

Was er nicht mitbekam, war eine Änderung des Feldes und des Korns, die Folgen für das ganze Land haben sollten. Das Korn konnte nun in einem überschwemmten Feld wachsten und durch die hohen Temperaturen wuchs es auch enorm. Der Bauer war anfangs verzweifelt, dass sein Feld zerstört sei, doch als er dann einige der Ähren erntete, stellte er fest, dass dieses neuartige Korn dennoch verwendbar war, auch wenn es etwas anders schmeckte und sogar besser als Mahlzeit zu gebrauchen war als das bisherige. Es wurde Waatrkaern genannt.

Derhs Heimatstadt machte auch einige Änderungen durch. So wurden die Kristalle, die man aufgrund ihrer neuen Eigenschaft Waatrstoyn nannte, als Schmuck unbrauchbar und man warf die fort. In den Uratempeln nahm man sie aus den Opferschalen und legte sie in Brunnen oder zwischen Blumenbeete, wo sie keinen Schaden anrichten konnten.

In einem Haus nahe des landeinwärts fliesenden Flußlaufes, fand man einige Waatrstoynn in einer Kiste unter dem Dach. An der Wand lief das Wasser zu der Kiste und in diese hinein. Durch einige Risse tropfte das Wasser auch in den darunter liegenden Raum. Man schaffte die Kiste fort, doch ein Urapriester schrieb das Phänomen auf und seine Schriften führten zur Erfindung der Wasserleitungen, die Duschen und andere sanitäre Errungenschaften ermöglichten.

Derh flüchtete von Unterschlupf zu Unterschlupf, beinahe ziellos nur weg vom Meer und von Wasser. Aus Erzählungen kannte er Gebirge und wusste, das Wasser dort nicht hinkam. Als er eines Tages einen Gebirgskamm am Horizont erblickte, hielt er sich fortan in dieser Richtung. Das Wasser folgte ihm weiterhin unbeirrt.

Einige Tage vergingen und Derh war abgemagert und am Ende seiner Kräfte. Er brach zusammen. Das Wasser umspühlte ihn und er erwachte wieder, etwas stärker nahm er einen Schluck des verhassten Nasses und spürte wie wieder etwas Kraft in seinen Körper zurück kam. Er erhob sich und erblickte in einigen Schritt Entfernung ein paar magere vierbeinige Tiere, die sich ihm nährten.

Vorsichtig erhob er sich ganz und ging langsam vor ihnen weg, doch sie folgten seinen Bewegungen. Die Entfernung zwischen ihnen war noch recht groß, daher begann Derh zu rennen, weg von den Tieren, da diese nicht gerade freundlich aussahen. Er warf auch einen der vielen Beutel mit den Kristallen nach ihnen, welcher eines der Tiere traf. Es stolperte und verletzte sich dabei an einem Bein. Da die anderen Tiere die Verfolgung nich abbrachen, rannte Derh umso schneller davon und achtete nur noch auf den Weg durch die Steppe vor sich und dass hinter ihm die Geräusche nicht lauter wurden.

Die Vierbeiner rannten ihm noch eine Weile nach und brachen dann aber die Verfolgung aus Erschöpfung ab. Das verletzte Tier wich erschrocken zurück, als Wasser auf den Beutel, der vor ihm im Dreck lag zufloss. Die anderen kehrten von der erfolglosen Verfolgung zurück und sahen das verletze Tier und wollten sich gerade mit blindem Hunger auf ihren Artgenossen stürzen, als Dampf aus der Pfütze um den Beutel aufstieg und sich das darinliegende verletzte Tier wieder erhob und die verletzte Pfote verheilt war. Es trank noch etwas des dampfenden Wassers und gewann somit an mehr Kraft. Die anderen sahen es an und wichen zurück. Das Leittier trat näher und trank ebenfalls etwas Wasser und wurde dadurch kräftiger. Das zuvor verletzte Tier stürzte sich auf das Leittier, weil es sich jetzt überlegen fühlte und die beiden kämpften. Sie kämpften in der Pfütze um den Beutel herum, daher heilte jede Wunde, die sie sich schlugen, in wenigen Augenblicken. Der Kampf dauerte mehrere Stunden, bevor sie es aufgaben. Da die anderen Tiere eher dem Leittier folgen wollten, sah sich der Emporkömmling einer Überzahl entgegen und gab sich geschlagen. Das Leittier nahm den Beutel auf und das Rudel kehrte in ihr Versteck zurück. Das Wasser folgte ihnen ebenfalls, doch nicht so stark wie Derh. In einer Senke mit einem Bachlauf rasteten die Tiere und am nächtsten Morgen erwachten sie in hohem Gras und von aufblühenden Pflanzen umgeben. Der Beutel wurde zum Symbol des Leittieres und die Vierbeiner wanderten Richtung Gebirge weiter und dann an diesem entlang in Richtung Meer.

Die Vegetation wuchs enorm und bald breitete sich ein Wald um die Verstecke der Tiere aus. Aus den Tieren entwickelten sich die Skarzh.

Fremde MenschenBearbeiten

Derh kam durch die Flucht vor den Tieren von seinem Kurs ab, aber dadurch kam er auch in Kontakt mit einem ihm fremden Menschenstamm, den Thorakhn. Einige Jäger fanden ihn und führten ihn in eine Stadt, die in mehrere Canyons gehauen war und druch die ein kleiner Flusslauf lief. In dieser Stadt, der Hauptstadt des damaligen Thorakhnreiches, fand Derh kurzzeitig Unterschlupf. Man bestaunte das Wasser, welches diesen Fremden verfolgte. Doch als das Wasser die unteren Ebenen zu überfluten begann, bat man ihn freundlich weiter zu reisen. Man gab ihm per Handzeichen eine Wegbeschreibung zu einer wichtigen Person, die weiter landeinwärts leben sollte.

Segen statt FluchBearbeiten

Derh erreichte nach wenigen Stunden Reise eine kleine Hütte in Mitte einer verwüsteten Gegend. Der einzige Bewohner war einen kleine alte Frau, die sich Derh als Arvosh vorstellte. Sie half ihm beim Erkennen seiner Rolle in der Welt, diese beinhaltet dass er nicht verflucht wurde sondern eher eine Ehre Uras erfahren hat.

Derh half ihr im Gegenzug bei ihrem Garten und sie züchteten zusammen eine Pflanze, die Arvosh dann zu einem Wald planzte.

Das Wasser stieg immer weiter an und Derh beschloß sich von Arvosh zu verabschieden, um weiter landeinwärts zu wandern. Er hielt sich in Sichtweite eines Gebirges und als das Tal, in dem er Zuflucht suchte, sich in einen See verwandelte, kletterte er in das Gebirge. Zu seinem Erstaunen verfolgte ihn das Wasser auch bergauf, er gab seine Flucht endgültig auf einem Hochplateau auf.

Als sich ein See unter ihm bildete, wurde er plötzlich angesprochen, eine tiefe Stimme. Derh sah sich um und ein gigantischer Drache schwebte aus den Wolken herab. Der Drache stellte sich als Girum Tzarall vor. Er teilte Derh sein Interesse an ihm mit und bot ihm einen Handel an. Der Drache bot Derh die Möglichkeit an, Kristalle zu verschmelzen und wollte dafür nur etwas Wasser haben.

Mit dem neu erlangten Wissen baute Derh sich einen Kristall, in dem er Platz fand und über dem See schweben konnte. Das Wasser stieg aus dem See auf und begann den Kristall zu umspülen. Girum Tzarall machte es sich dann zur Aufgabe das aufsteigende Wasser zu einem Ball zu formen und trug es über ein Gebirge zurück zu Ura. Die Kraft des Wassers und die von Girum Tzarall brachten den Ball zum leuchten und dieser erhellte das Land.

Die Bewohner der Steppen dankten Derh mit Opfergaben und das Licht des Wasserballs erhellte die Dunkelheit und vertrieb dort lebende Schrecken.