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Planet in Phaeton
Sughra II
Sektor: Hotus
Rohstoffe: Schwermetallexportgüter
Bevölkerung: 15, 3 Mrd. Einwohner; 50% Raccequa, 25% Menschen
Äquatordurchmesser:
Atmosphäre:
Gravitation:


Diese Welt ist eine sogenannte Makropolwelt, kolonisiert vor ca. 1500 Jahren von den Raccequa.

Einst wegen ihrer enormen Rohstoffe zu einem Minenplaneten gemacht, kamen immer mehr Vertreter anderer Spezies hinzu und gründeten kleine Städte, die aufgrund des enormen Wirtschaftswachstums bald an Fläche zunahmen. Gigantische Schächte des Untertagebaus durchziehen den Boden wie Tunnel von Insekten. Leider sind sehr viele wieder eingestürzt, legten neue frei usw. keiner besitzt mehr genaue Aufzeichnungen, es sollte zwar immer wieder kartographiert werden, aber das scheiterte an den enormen Kosten und Zeitaufwand.

Umrundet wird der Planet von 3 Monden, Banir, Koruba und Gergha, wobei die beiden ersten besondere Funktionen haben, doch dazu ein Verweis nach unten dieses Dokumentes.

BevölkerungBearbeiten

Die Gesamtbevölkerung beträgt in etwa 15, 3 Mrd. Einwohner. Darunter über die Hälfte Raccequa, ein Viertel Menschen. Das restliche knappe Viertel wird von verschiedensten Spezies gestellt, so trifft man teilweise auf Rassen, die eigentlich nur in entfernteren Regionen zu finden sind.

Unter anderem viele Pendler, die von umliegenden Sektoren kommen, um ihre Waren hier darzubieten.

Erstaunlicherweise kamen die unterschiedlichen Spezies relativ schnell zu einer harmonischen Koexistenz, die teilweise ganz im Gegensatz zu ihren Artgenossen auf deren Heimatplaneten oder im interplanetaren Maßstab stehen. Sicher, es gibt immer Konflikte, aber kaum Kriege. Der letzte Krieg lief vor 1045 Jahren ab, als menschliche Siedler hier Fuß zu fassen suchten. Die unheimlich hohe Bevölkerungszahl erfordert leider auch ein gewisses, stärkeres Auftreten von den örtlichen Sicherheitskräften. Jeden Abend gibt es z.b. eine Polizeisperrstunde, um die Kriminalität niedrig zu halten. Man kann fast sagen, daß in den Makropolen 1/7 der Bevölkerung von S – Beamten gestellt wird. Diese Maßnahme ist aber auch nötig, um in Falle eines größeren Zwischenfalls eine koordinierte Evakuierung oder Hilfe bereitzustellen. Allenfalls ist dies ein Durchschnittswert, in den unteren Schichten mag man auf 10 Blöcke keinen einzigen Polizisten sehen, dafür im oberen Bereich bis zu einem Verhältnis von 1:4 auf die Einwohner.

Nach nun fast 500 Jahren sieht man das Ergebnis, eine mächtige, reiche, aber schmutzige, verslumte Welt.

Vegetation Bearbeiten

Die Planetenoberfläche besteht nur zu 38 % aus Wasser und wird intensiv von Algenzuchtanstalten genutzt, nahezu ein Drittel des Meeresbodens wurde in den letzten 100 Jahren bebaut. Alles Andere ist relativ flaches Land. Die höchsten Gebiete, z.b. der Perquol, eine Hochebene, um den Äquatorialbereich gelegen, erreichen aber eine Höhe von 6500 m.

Die Oberfläche besteht wie erwähnt zu 38 % aus Wasser, obwohl der Planet zu etwa 50 % daraus besteht. Dies liegt daran, dass ungeheure Wassermengen in die gigantischen alten Mienen und Schächte eingebrochen sind und der Planet an einigen Stellen wie ein Schwamm voll Wasser gelaufen ist. In diesen riesigen Höhlen sind noch heute viele Rohstoffe und es treiben sich dort zwielichtige Gestalten herum.

Das verbliebene Wasser an der Oberfläche bildet zwei Meere: ein kleines und ein großes.

Das kleine Meer ist durch Schwermetallablagerungen und eine hohe Cyanidionenkonzentration aus den alten Minen vollkommen giftig und nicht mehr für die Nahrungsgewinnung nutzbar. Zwei der Makropolen befinden sich auf ihm.

Das andere Meer wird wie gesagt für Tangfarmen verwendet, es wird kein Schiffsverkehr auf ihm gestattet. Vier weitere riesige Ökologie - Maschinen kümmern sich um die Reinheit des Meeres.

Einst war die natürliche Vegetation sehr ausgeprägt, wurde aber von den Minen und der Industrie sehr schnell stark geschädigt. Deswegen müssen heute Klimaaggregate teilweise die Luft reinigen und wieder ausstoßen. Diese berghohen Maschinen, 16 an der Zahl, sind über die gesamte Landfläche verteilt. Es gibt aber um die Ozeanflächen immer noch größere Wald- und Sumpfgebiete. Der Rest des Planeten ist eine unansehnliche Felslandschaft mit trockenen Steppen in den Senken, jedoch keinerlei Wüsten.

Regierung Bearbeiten

Makropolen, 9 an der Zahl, sind über den Planeten verteilt, kleiner Städte existieren nebenher.

Die größte, Woqua, hat Ausmaße von etwa der Größe Österreichs und eine Höhe von maximal 10 km. Allerdings wurde früher immer wieder über die alten Fundamente erneut gebaut, ohne das alte zu erneuern oder abzureißen, so entstanden riesige Höhlen aus Schutt und Trümmern, Giftseen, Abfall. Dieses Gebiet ist unbekannt und keiner würde sich freiwillig dort hinunter begeben, in dieser gar unbekannten Tiefe hausen dann auch die, deren Existenz von der Sicherheit immer abgestritten wird, also Schwerverbrecher und anderer Abschaum. Das sind die einzigen die hier leben. Manche behaupten sogar, daß dort unten richtige Banden leben, die sich untereinander bekriegen, aber so genau weiß das keiner. In neuerer Zeit lernte man aus diesen Fehlern und begann mit Reinigungsmaßnahmen in Teilsektoren. Je höher man kommt, desto besser und luxuriöser werden die Gebiete, es pulsiert das Leben, von kleinen Geschäften bis hin zu exquisiten Luxushotels ist hier alles zu finden. Erwähnenswert mag noch zu erwähnen sein, daß in 10 km Höhe die Luft relativ dünn wird und dementsprechend Druckwohnungen und besondere Bauweisen das Bild bestimmen, nette Freiluftterrassen wird es dort also nicht geben.

Insgesamt gibt es richtige Sektionen, die untereinander mit Schleusentoren getrennt sind, um die obere Bevölkerungsschicht zu schützen. Jedoch diese nur zur absoluten Oberschicht, darunter wurde es wieder abgeschafft, weil viel zu aufwendig, man tauschte dies gegen regelmäßige Gesichtskontrollen und Razzien, die Leute haben sich inzwischen schon fast daran gewöhnt, einfach angehalten zu werden und sich scannen zu lassen. Man braucht Genehmigungen, um diese Gebiete betreten zu können, so wird gleichzeitig, durch eine radikale Methode, verhindert, daß sich bestimmte Bevölkerungsschichten vermischen.

Die 9 riesigen Makropolen sind untereinander mit Tunneln verbunden. Allerdings auch mit oberirdischen Magnetschwebebahnen. Es gibt aber selbstverständlich auch ein sehr gut ausgebautes Straßennetz: sei es für Schwebe- und/ oder Antigravfahrzeuge, beides ebenfalls in Bahnformat für Passagiere und Waren.

Zwischen den fast autark lebenden Städten existieren noch kleinere, wobei kleinere auf eine Fläche so groß wie Deutschland bezogen ist. Bei diesen wurde aber aufgrund der Erfahrungen, die mit den Makropolen gemacht wurde darauf verzichtet in die Höhe zu bauen. Diese Gebiete sind sogar relativ sauber, aber bei den Ausstoßungen der Industrien dauert es nicht lange, bis diese auch verdrecken. Durch neuere Programme zum Schutz dieser bleibt aber ein guter Lebensstandard in dieser Hinsicht erhalten.

Die Regierung von Sughra 2 setzt sich aus je 10 Oberhäuptern der Makropolen zusammen, und je einem der anderen Städte, dazu noch aus Mitgliedern der Konzerne. Es soll also ein genaues Gleichgewicht von der Makropolfraktion und den „normalen“ Städten bestehen, verschiebt sich dieses durch Entstehen neuer Orte wird es entsprechend aufgefüllt. Diese, von der Bevölkerung gewählten Vertreter, besitzen die Legislative, Judikative und die Exekutive. Allerdings ist bei den meisten Abstimmungen eine 2/3 Mehrheit vonnöten, um ein Ergebnis herbeizuführen. Das sorgt aber für eine reichliche zähes Voranschreiten der Entwicklung und häufig zu Disputen zwischen den Kleinstädten und den Makropolen. Es kam nicht selten vor, daß ein wichtiges Regierungsmitglied einer Makropolfraktion von radikalen Mitgliedern der Opposition eliminiert wurde. Natürlich wird das immer abgestritten.

Man kann es aber als eine parlamentarische Demokratie ansehen, mit Elementen aus einer zentralen Planwirtschaft, da viele Firmen der Regierung gehören, vorwiegend von den Raccequa gegründet; andere werden subventioniert. Ein schwerwiegendes Manko ist aber die mangelhafte Unterstützung ärmerer Schichten, die nur sehr wenig Geld haben, um zu überleben. Es gibt eine Geburtenkontrolle in Form von Beschränkung auf ein Kind pro Familie, dieses wird belohnt, alle Widerhandlungen durch Geldstrafen geahndet.

Für einen Planeten dieser Größe typisch sitzt hier auch eine, von den eigentlichen Verwaltungen abgegrenzte, Fraktion der Union, die fast alle nötigen Dinge der umliegenden Sektoren regelt und übernimmt, unterstützt von der planetaren Regierung. Freies Wahlrecht für die Makropolregierungen gibt es nicht, alle Arbeitgeber (also Firmenvorsitzende) mit mehr als 1000 Angestellten besitzen ein Stimmrecht abhängig von ihrem Umsatz. Viele Firmen bieten aber ihren Angestellten ein Mitbestimmungsrecht als Arbeitsanregung an. Es folgt also: Job = Wahlrecht, so dass die Gehälter gesenkt werden dürfen.

Den Regierungschef stellt der vom Rat einberufene Wirtschaftsexperte. Dies ist meist der Chef eines wichtigen Konzerns. Er besitzt umfassende exekutive Ermächtigungen und muß nur in bestimmten Fällen den Rat befragen, besonders wenn es um die Rechte einzelner Makropolen geht. Eine etwas fragwürdige, aber so entstandene, Politik, die das Korruptionspotential um einiges erhöht.

Im Falle von einem Angriff kann die Regierung auf eine Reihe von stationären Lasertürmen in einer Umlaufbahn zurückgreifen, und auf Orbitalgeschütze in Bunkern. 6 Regimenter sind für den Boden zuständig.

Es wird spekuliert, wird aber von der Führung immer noch geheimgehalten, daß sich innerhalb der Monde gigantische Schlachtschiffe oder Geschütze befinden, genaueres weiß aber keiner.

Wirtschaft Bearbeiten

Momentan läuft ein Programm zur Modernisierung der Industrien, damit dieser Planet ein wenig sauberer wird.

Sughra 2 versorgt die umliegenden Systeme mit vorwiegend Schwermetallexportgütern, aber auch mit fertigen Maschinen. Im Gegenzug bekommen sie Nahrung und andere Dinge die von Nöten sind, wobei sich dies auf das von Nöten bezieht, Grundnahrungsmittel sind ausreichend vorhanden. Der Mond Banir, in einer stark elliptischen Umlaufbahn, fungiert als Lieferant für einige, u. a. für Treibstoff und Verhüttung benötigte, Elemente. Koruba wurde vor 120 Jahren zu einer gigantischen Werft umgebaut, in der vorwiegend militärische Schiffe, Transporter und kleinerer Fregatten gebaut wurden, inzwischen werden hier aber auch allerlei zivile Schiffe produziert und verkauft, besonders kleine Schiffe für das allseits beliebte Planeten - Hopping. Gleichzeitig dient dieser Mond als Importhafen und als Zwischenstation zu dem Hauptplaneten, der nicht direkt angeflogen wird. Alles landet oder dockt an den Mond an, um von dort durch Landungsschiffe weitertransportiert werden zu können. Das hört sich vielleicht wie eine Schikane oder überflüssig an, erhöht aber ungemein das Sicherheitspotential und vereinfacht die Verwaltung.

Geschichte Bearbeiten